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Es gibt Dinge im Leben, die sieht man und sagt sich: "DAS isses!"
Als ich vor Jahren das erste Mal eine Steyr Scout sah wusste ich: Die und keine andere! Nun, das Budget damals sprach eine andere Sprache
und so musste die Scout warten. Nach dem Studium bin ich quasi mit dem
ersten Gehaltsscheck in die nächste Frankonia-Filiale
gelaufen und habe sie mir einfach gekauft - beräut habe ich es (fast)
nie. Im Jeff Cooper Paket kommt die Scout mit einem kleinen, weit vorne
auf der Büchse sitzenden Leupold M8 2.5x28mm IER daher, gut für den schnellen, intuitiven Schuß bei Licht. Zur Dämmerung hin darf man recht früh abbaumen, der einzige Wehrmutstropfen bisher. Jetzt war es dann endlich soweit - also her damit!
Das besondere an der VX-L Serie von Leupold ist die konkave Einsparung am Objektiv unten durch die sich das 56er-Glas etwas über 10mm tiefer montieren lässt als es mit einem konventionellen 56er-Glas möglich wäre. So liegt ein 56er-Glas lediglich so hoch wie ein 40er-Glas; der Schwerpunkt liegt zudem noch etwas günstiger. Nach
meinen Onlinerecherchen sollte das Leupold VX-L 3,5-10x56mm mit dem gewünschten
Absehen 4 1.340 Euro zzgl. Versand kosten - eine Stange Geld, gerade
bei dem aktuellen Dollarkurs. Die Montage - eine kleine Herrausforderung: Um das herauszufinden musste ich im Vorfeld etwas improvisieren. Als Alternativen zu den Leupold QRW Ringen waren noch die Warne Maxima QD (Quick Detachable) Ringe im Rennen, in Frage kommen das (umgerechnet) 13,3mm Set und das (umgerechnet) 16mm Set.
Um es kurz zu machen: bei 12,2mm "Ringhöhe" liegt das Objektiv vorne auf, bei 13,4mm passt noch ein Blatt Papier zwischen Glas und Weaverschiene und klar, bei 16mm passt da ein Mammut durch. Die Warne Maxima QD Ringe sollten also passen. Gestern kam das Paket mit den Montageringen: die Warne Maxima QD Ringe in der Höhe 'High' haben eine Höhe von... 12,8mm :-S
Zur Montage muß man sie in beide
Seitenteile zerlegen. Vor einem liegen dann die zwei Seitenteile vier
Schrauben und ein Querbolzen. Das ganze wirkt anfangs lose am Glas
etwas wackelig - die Schrauben müssen noch lose sein, damit die
Ringe in Position gebracht werden können. Bei den Leupold Montagen
hingegen könnte man die Montagebasen direkt auf die Weaver-Schiene
setzen, am Glas findet sich der obere Ringteil, der mit der Basis
verschraubt werden kann - wenn das Glas dazwischen ist stimmt aber der
Winkel für die Verschraubung nicht mehr richtig, sie sind also verkantet. Den richtigen Winkel muß man sich erst wieder erschrauben was beim Schrauben viel Vertrauen in das Material fordert. Bei den Warne Ringen hat man es diesbezüglich
etwas einfacher, die Schrauben können sauber von den Seiten aus ohne Verkanten verschraubt werden. Beide Ringarten haben also ihre Vor- und Nachteile beim montieren. Im Fertig montierten Zustand allerdings gibt es keine Unterschiede - die Handhabung ist gleich
Die Montage sitzt am Glas und auf der Büchse. Nach dem ersten anziehen der Schrauben zeigt sich: Es passt perfekt! Zwischen Weaverschiene und Objektivbogen ist noch ein Spalt von 0,6mm. Traumhaft
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