Die Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe - moderne Baum-Chirurgie im Revier
Wer kennt es nicht? Der Sitz ist zugewachsen, herunterhängende Äste
der umstehenden Bäume behindern die Sicht. Das kann im richtigen Moment
das Ansprechen und gegebenenfalls ein sicheres Antragen des Schusses
erschweren oder gar unmöglich machen. Dem Wildwuchs muss also in einem
vernünftigen Maße Einhalt geboten werden.
Nachdem ich mich
oft mit Geräten vom Discounter abgemüht habe, die schnell schwergängig
waren, schnell stumpf wurden oder gar nachhaltig den Dienst versagten war klar
- hier darf nicht am falschen Ende gespart werden, es bleibt so nämlich
auch der Spaß an der Revierarbeit auf der Strecke. Ich erweiterte also meinen Fiskars Geräterfuhrpark um die Fiskars Teleskop Schneidgiraffe.
Wie arbeitet es sich also mit der Teleskop-Schneidgiraffe von Fiskars?
Erster Eindruck und Bedienung Auf den ersten Blick
ist klar - das Ding ist von Fiskars. Schwarz mit orange und metall. Die
Schneidgiraffe ist erstaunlich leicht und hat auch eingeschoben eine
stattliche Länge von 2,3m. Es gibt keine aussenliegenden
Seile/Kabel für die Bedienung der Schere, ein Flachband wird direkt an
und in der Schneidgiraffe geführt, keine Chance also sich irgendwo zu verheddern. Die Schere kann entweder durch
repetieren des orangen Griffstückes oder durch Ziehen des orangen
Knaufes am unteren Ende der Schneidgiraffe wenn es mal richtig hoch
hergehen soll. Der Schneidekopfwinkel lässt sich verstellen um ca. 230°
verstellen. Die Teleskopverstellung und die Schneidkopfwinkelverstellung
lassen sich jeweils einfach über einen Schnellspannhebel fixieren. Die
Schneidgiraffe liegt gut in der Hand, das Gerät macht also einen
recht durchdachten Eindruck - wie von Fiskars bisher gewohnt.
Optionales Zubehör - Fiskars Adapter-Baumsäge
- Fiskars Obstpflücker
Im Revier Kommen wir wieder zurück ins Revier. Wenn man den Transport
bewerkstelligt hat - 2,30m Schneidgiraffe wollen untergebracht werden - kann es
losgehen. Ich verwende die Fiskars Teleskop Schneidgiraffe nun schon seit über 2
Jahren im Revier. Die kompakte Bauweise in Verbindung mit der im Winkel
verstellbaren Schneidekopfeinheit macht es möglich gezielt sowohl oben
in Bäumen als auch unten in Büschen zu arbeiten. Da die Kraft über das
integrierte Rollensystem (Flaschenzug) auf die Schere übertragen
gestaltet sich der Schneidevorgang mitunter butterweich - repetieren
und fertig. Natürlich macht es trotzdem schon einen deutlichen Unterschied, ob
man gerade an einer Eiche oder einer Kiefer arbeitet.
Wenn man sich mal
festgebissen hat und nicht weiterkommt, dann macht sich die
Teflonbeschichtung der Schneide, wie auch beim Schneidevorgang, positiv
bemerkbar - sie lässt sich einfach aus dem Holz ziehen. Am bequemsten
arbeitet es sich, wenn man denn Repetiergriff nutzt. Wenn es aber mal
richtig hoch hinausgeht dann nimmt man einfach den Knauf am unteren
Ende der Schneidgiraffe. Das Ein- und Ausziehen der Schneidgiraffe ist
dank des Schnellspanners kinderleicht und schnell erledigt. Ein
Nachjustieren des Systems ist nicht nötig. Ebenso das Verstellen des
Winkels des Schneidkopfes. Bis 32mm Aststärke ist die Schere die
richtige Wahl, um Sicht und Flugbahn von nachgewachsenem Ast- und Blattwerk
freizuhalten. Soviel zur endoskopischen Revier-Chirurgie. Kommen wir zum Groben. Ab 32mm
Aststärke pflanzt man die als Zubehör erhältniche Fiskars Adapter Baumsäge auf. Damit sind auch dickere
Äste in bis zu 6m Höhe - je nachdem was man selbst so auf die Beine stellt -
nicht vor einem Zugriff sicher. Die Adapter Baumsäge wird über eine
Schraub-Klemmverbindung unterhalb des Schneidekopfes angebracht, das
Sägeblatt bildet einen leicht geschwungenen Bogen, die Zahnung ist sehr
scharf und bissig. Ich habe schon 12cm starke Äste ihn 5 Metern Höhe sauber
abgesägt. Die Säge, deren Winkel verstellbar ist, ermöglicht ein
schnelles Sägen ohne grossen Kraftaufwand. Voll ausgefahren in voller
Höhe, über Kopf arbeitend kommt einem das geringe Gesamtgewicht der
Fiskars Teleskop Schneidgiraffe voll entgegen. Die Adapter Säge ist also ein Muss auf der Lanze
- allerdings gibt es die Adapter Säge nur in der Verkaufsverpackung (Karton)
man muß sich also für den späteren Einsatz etwas überlegen, damit sich
die Säge bei Transport und Lagerung nicht überall drin festbeisst.
pro
- geringes Gewicht
- einfache Handhabung
- irre Länge, gute Verschleißteilversorgung
contra
- auch eingeschoben recht lang (2,3m)
- keine brauchbare Transport-/Schutzhülle für Säge
- kein Schutz für die Schere - ich habe mir schon beim rein- und rausräumen der Giraffe bös' in den Finger geschnitten
Technische Daten
- Länge: 2,3m bis 4,1m,
- Arbeitshöhe: bis zu 6,5m
- Gewicht: 1,9kg
- Teleskopgriff: Kohlefaser/Aluminium, Fixierung per Schnellspannhebel
- System: Integriertes Rollsystem mit
Exzentermechanismus
- Schneidekopf: verstellbarer Neigewinkel, ca. 230°, max. 32mm Schnittstärke
- Schneide: CrMoV, teflonbeschichtet
Preis: Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe: 110 bis 140 Euro Fiskars Adapter-Baumsäge: 25 bis 35 Euro
Fazit: Fiskars
hat hier ein schönes Werkzeug für den ambitionierten Revierarbeiter auf
den Markt gebracht - in gewohnter Fiskars-Qualität. Diese
Schneidgiraffe inklusive Säge sollte in keinem Revier fehlen. Der Preis
ist zwar auf den ersten Blick happig, Qualität hat halt ihren Preis. Einige Praktiker-Märkte führen aber
Fiskars-Produkte und die nächste "20% auf alles - außer Tiernahrung"-Aktion kommt bestimmt. So ist die
Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe dann auch schon für unter 100 Euro zu bekommen. Weiterführende Links: Video zur Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe www.fiskars.de
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