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Werkzeug im Revier - heute die Fiskars Teleskop Schneidgiraffe
Von: Jörg Manthey (Netzmeister) (saulocke) 03.12.2007

Die Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe - moderne Baum-Chirurgie im Revier

Wer kennt es nicht? Der Sitz ist zugewachsen, herunterhängende Äste der umstehenden Bäume behindern die Sicht. Das kann im richtigen Moment das Ansprechen und gegebenenfalls ein sicheres Antragen des Schusses erschweren oder gar unmöglich machen. Dem Wildwuchs muss also in einem vernünftigen Maße Einhalt geboten werden.

Nachdem ich mich oft mit Geräten vom Discounter abgemüht habe, die schnell schwergängig waren, schnell stumpf wurden oder gar nachhaltig den Dienst versagten war klar - hier darf nicht am falschen Ende gespart werden, es bleibt so nämlich auch der Spaß an der Revierarbeit auf der Strecke. Ich erweiterte also meinen Fiskars Geräterfuhrpark um die Fiskars Teleskop Schneidgiraffe.

Wie arbeitet es sich also mit der Teleskop-Schneidgiraffe von Fiskars?

Erster Eindruck und Bedienung
Auf den ersten Blick ist klar - das Ding ist von Fiskars. Schwarz mit orange und metall. Die Schneidgiraffe ist erstaunlich leicht und hat auch eingeschoben eine stattliche Länge von 2,3m.
Es gibt keine aussenliegenden Seile/Kabel für die Bedienung der Schere, ein Flachband wird direkt an und in der Schneidgiraffe geführt, keine Chance also sich irgendwo zu verheddern. Die Schere kann entweder durch repetieren des orangen Griffstückes oder durch Ziehen des orangen Knaufes am unteren Ende der Schneidgiraffe wenn es mal richtig hoch hergehen soll. Der Schneidekopfwinkel lässt sich verstellen um ca. 230° verstellen. Die Teleskopverstellung und die Schneidkopfwinkelverstellung lassen sich jeweils einfach über einen Schnellspannhebel fixieren. Die Schneidgiraffe liegt gut in der Hand, das Gerät macht also einen recht durchdachten Eindruck - wie von Fiskars bisher gewohnt.

Optionales Zubehör

  • Fiskars Adapter-Baumsäge
  • Fiskars Obstpflücker


Im Revier

Kommen wir wieder zurück ins Revier. Wenn man den Transport bewerkstelligt hat - 2,30m Schneidgiraffe wollen untergebracht werden - kann es losgehen.
Ich verwende die Fiskars Teleskop Schneidgiraffe nun schon seit über 2 Jahren im Revier. Die kompakte Bauweise in Verbindung mit der im Winkel verstellbaren Schneidekopfeinheit macht es möglich gezielt sowohl oben in Bäumen als auch unten in Büschen zu arbeiten. Da die Kraft über das integrierte Rollensystem (Flaschenzug) auf die Schere übertragen gestaltet sich der Schneidevorgang mitunter butterweich - repetieren und fertig. Natürlich macht es trotzdem schon einen deutlichen Unterschied, ob man gerade an einer Eiche oder einer Kiefer arbeitet.

Wenn man sich mal festgebissen hat und nicht weiterkommt, dann macht sich die Teflonbeschichtung der Schneide, wie auch beim Schneidevorgang, positiv bemerkbar - sie lässt sich einfach aus dem Holz ziehen. Am bequemsten arbeitet es sich, wenn man denn Repetiergriff nutzt. Wenn es aber mal richtig hoch hinausgeht dann nimmt man einfach den Knauf am unteren Ende der Schneidgiraffe. Das Ein- und Ausziehen der Schneidgiraffe ist dank des Schnellspanners kinderleicht und schnell erledigt. Ein Nachjustieren des Systems ist nicht nötig. Ebenso das Verstellen des Winkels des Schneidkopfes. Bis 32mm Aststärke ist die Schere die richtige Wahl, um Sicht und Flugbahn von nachgewachsenem Ast- und Blattwerk freizuhalten. Soviel zur endoskopischen Revier-Chirurgie.

Kommen wir zum Groben. Ab 32mm Aststärke pflanzt man die als Zubehör erhältniche Fiskars Adapter Baumsäge auf. Damit sind auch dickere Äste in bis zu 6m Höhe - je nachdem was man selbst so auf die Beine stellt - nicht vor einem Zugriff sicher. Die Adapter Baumsäge wird über eine Schraub-Klemmverbindung unterhalb des Schneidekopfes angebracht, das Sägeblatt bildet einen leicht geschwungenen Bogen, die Zahnung ist sehr scharf und bissig. Ich habe schon 12cm starke Äste ihn 5 Metern Höhe sauber abgesägt. Die Säge, deren Winkel verstellbar ist, ermöglicht ein schnelles Sägen ohne grossen Kraftaufwand. Voll ausgefahren in voller Höhe, über Kopf arbeitend kommt einem das geringe Gesamtgewicht der Fiskars Teleskop Schneidgiraffe voll entgegen. Die Adapter Säge ist also ein Muss auf der Lanze - allerdings gibt es die Adapter Säge nur in der Verkaufsverpackung (Karton) man muß sich also für den späteren Einsatz etwas überlegen, damit sich die Säge bei Transport und Lagerung nicht überall drin festbeisst.


pro

  • geringes Gewicht
  • einfache Handhabung
  • irre Länge, gute Verschleißteilversorgung

contra

  • auch eingeschoben recht lang (2,3m)
  • keine brauchbare Transport-/Schutzhülle für Säge
  • kein Schutz für die Schere - ich habe mir schon beim rein- und rausräumen der Giraffe bös' in den Finger geschnitten


Technische Daten

  • Länge: 2,3m bis 4,1m,
  • Arbeitshöhe: bis zu 6,5m
  • Gewicht: 1,9kg
  • Teleskopgriff: Kohlefaser/Aluminium, Fixierung per Schnellspannhebel
  • System: Integriertes Rollsystem mit Exzentermechanismus
  • Schneidekopf: verstellbarer Neigewinkel, ca. 230°, max. 32mm Schnittstärke
  • Schneide: CrMoV, teflonbeschichtet


Preis:

Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe: 110 bis 140 Euro
Fiskars Adapter-Baumsäge: 25 bis 35 Euro

Fazit:
Fiskars hat hier ein schönes Werkzeug für den ambitionierten Revierarbeiter auf den Markt gebracht - in gewohnter Fiskars-Qualität. Diese Schneidgiraffe inklusive Säge sollte in keinem Revier fehlen. Der Preis ist zwar auf den ersten Blick happig, Qualität hat halt ihren Preis. Einige Praktiker-Märkte führen aber Fiskars-Produkte und die nächste "20% auf alles - außer Tiernahrung"-Aktion kommt bestimmt. So ist die Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe dann auch schon für unter 100 Euro zu bekommen.

Weiterführende Links:
Video zur Fiskars Teleskop-Schneidgiraffe
www.fiskars.de


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