Erfolgreiche Baujagd in Stangenrod
Die letzten Tage hat es geschneit, aber heute scheint das Wetter zu halten... das hoffe ich zumindest! Um 09:00 ist es soweit. Auf dem Parkplatz haben sich schon Freya mit seiner Frau und Toto eingefunden. Mein Cousin und ein Freund von ihm sind auch schon da. Nachdem ich alle begrüßt habe, gehen wir noch einmal kurz die Sicherheitsbestimmungen des heutigen Tages durch und machen uns dann auf zum ersten Bau. Mit 5 Schützen, 3 DKs, einer Hundeführerin und einer kleinen Teckeline geht es zu den Fuchsbauen.
Die zwei Baue, die wir heute bejagen wollen, befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander in alten Bauxit-Tagebaubergwerken. Es sind zwei Krater mit einem Durchmesser von vielleicht 20 Metern, die mit einzelnen Bäumen und Sträuchern bewachsen sind. Vor vier Wochen habe ich sie schon Freya gezeigt. "Sieht wohl aus wie ein Schweizer Käse!", haben wir beide gesagt. "Das klappt schon... Exe macht das schon!", hat er gesagt... Da bin ich ja mal gespannt.
Leise beziehen wir die Stände. Jeder mit Sitzstock... naja, Toto hat einen Campingstuhl mi integriertem Getränkehalter!!! Freyas Frau setzt Exe an. Die kleine nimmt den Bau an und schon kurze Zeit später ein Rascheln. Prompt steht Exe neben mir. Fängt an Laut zu geben und den Bau zu umrunden. Das war wohl nix.
Wir gehen die 30 Meter zum nächsten Bau. Als wir alle unsere Stände eingenommen haben, gebe ich das Zeichen. Die kleine schlieft sofort ein. Mehrmals hören wir Laut unter der Erde. Nach 15 Minuten ruft Freyas Frau "Fuchs springt!" und da hör ich ihn schon. Ich scheine mitten auf dem Pass zu sitzen. Das muß ich wohl übersehen haben, denn plötzlich steht 3 Meter vor mir der Fuchs und ... dreht um in Totos Richtung. Den kriegt er aber auch spitz. Dann entscheidet er sich für die Mitte. Meiner erster Schuß geht vorbei. Totos Schrote hat er. Mein zweiter Schuß läßt ihn rollieren. Aber der Fuchs kommt wieder hoch und Toto schnallt seine DK-Hündin. Aus vollem Lauf greift sich den Fuchs , schüttelt ihn einmal und apportiert nach Lehrbuch. Wunderschön anzusehen.
20 Minuten später springt der nächste Fuchs. Ich höre drei Schüsse auf der anderen Seite des Baus. Dann ein "Fuchs liegt". Wenig später verläßt Freyas Frau mit Exe den Bau. Wir bleiben noch 20 Minuten in Erwartung eines Nachzüglers sitzen. Dann "baumen" auch wir ab.
Freya und seien Frau freuen sich riesig über die tolle Arbeit der kleinen. Und dann hat Freya auch noch den zweiten Fuchs erlegt. Wenn die wüßten, wie toll ich es finde und wie sehr es mich freut, daß es ihnen Spaß macht.
Wir sind alle etwas durchgefroren, aber total begeistert. Ab zur Jagdhütte ans Feuer und zur Erbsensuppe meiner Frau. Bis 16:00 Uhr sitzen wir noch am Feuer zusammen. Satt und zufrieden erzählen wir uns gegenseitig nochmal, wie wir alles erlebt haben.
So muß Jagd sein und das alles wäre ohne unsere AG nicht möglich gewesen. Und das beste ist... 2 Tage später haben Freya und ich schon den nächsten Termin gesucht.
Karlchen
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